Bewertung und Charakterisierung von Gleichstromemissionen durch Wechselrichter in Verteilnetzen
- Gepostet von Neo Messtechnik
- Am 16. Januar 2026
- 0 Kommentare
- Research
Hintergrund
Die Expansion von Photovoltaikanlagen und Elektrofahrzeug-Ladestationen beschleunigt sich rasant. Österreich hat 2023 über 2 GWp an PV-Leistung hinzugefügt, während die EV-Ladepunkte innerhalb eines Jahres um fast 50% zugenommen haben. Doch dieses Wachstum an Leistungselektronik bringt eine neue Herausforderung mit sich: Gleichstromemissionen in AC-Verteilnetzen werden zu einem zunehmenden Problem.
Für Gleichstromemissionen fehlen umfassende internationale Standards. Dennoch sind ihre Auswirkungen auf Transformatoren, Kabel und Netzinfrastruktur erheblich. Die zentrale Herausforderung? Die genaue Messung dieser Emissionen ist extrem schwierig und erfordert hochpräzise Messtechnik.
Standard AC/DC-Wandler können die Emissionen nicht genau genug erfassen—und somit auch nicht korrigieren. Bei NEO Messtechnik haben wir die spezialisierte Messtechnik entwickelt, die für diese Herausforderung nötig ist. Unsere Forschungskooperation mit der Fachhochschule Technikum Wien nutzt hochpräzisen Fluxgate-Stromwandler und den PQA8000H Netzanalysator , um diese unsichtbaren Emissionen endlich sichtbar und messbar zu machen.
Zusammenfassung dieses IEEE-Artikels
Die Expansion verteilter erneuerbarer Energietechnologien wie Photovoltaiksysteme und Elektrofahrzeug-Ladestationen sowie deren aktive Leistungselektronik verursacht Gleichstromemissionen (DC) in den elektrischen AC-Verteilnetzen, die derzeit nicht überwacht werden. Obwohl Emissionen im harmonischen Frequenzbereich (50 Hz bis 2 kHz) gut standardisiert sind, sind für DC-Emissionen noch keine Standards definiert. Das Versäumnis, DC-Emissionen zu erkennen und zu standardisieren, hat jedoch erhebliche negative Auswirkungen auf das öffentliche Netz durch Netzstörungen oder Qualitätsverluste. Mess- und Schutzsysteme sind ebenso betroffen wie thermische Effekte an Kabeln oder Transformatoren. In dieser Studie werden die DC-Stromemissionen von EV-Ladestationen und PV-Systemen am nachgebildeten elektrischen Verteilnetz der Fachhochschule Technikum Wien analysiert und charakterisiert. Die Ergebnisse zeigen, dass die DC-Stromemissionen vom Design der aktiven Leistungselektronik in V2G-Ladegeräten und Photovoltaiksystemen abhängen und wie sie bei verschiedenen Leistungsniveaus (niedrige Leistung vs. hohe Leistung) variieren. Die Forschung zeigt, dass die Emissionen von einer einzelnen EV-Ladestation bis zu 200 mA erreichen können.
Lesen Sie den vollständigen IEEE-Artikel für detaillierte Informationen zur Methodik, zu den Messergebnissen und zur technischen Analyse:
